Änderung des Einkommenssteuergesetzes hat voraussichtlich keine negativen Auswirkungen auf die Auftragslage der REpower Systems AG

Am Mittwoch, 04. Mai 2005, hat das Bundeskabinett den Entwurf für das "Gesetz zur Verbesserung der steuerlichen Standortbedingungen" verabschiedet. Mit der Zustimmung hat die Bundesregierung den Markt für Steuersparfonds deutlich erschwert. Mit Hilfe einer Neuformulierung des Paragraphen 15b Einkommensteuergesetz soll künftig ein Verlustverrechnungsverbot mit anderen Einkunftsarten eingeführt werden. Verluste sollen noch mit Gewinnen aus der gleichen Beteiligung verrechnet werden können. Bisher erlaubte Paragraph 2b des Einkommensteuergesetzes eine Verlustverrechnung auch zwischen verschiedenen Einkunftsarten. Dieses gilt für Fonds, die bereits zu Beginn mehr als zehn Prozent Verlustzuweisung, bezogen auf das Eigenkapital, verzeichnen. Nur bei Zeichnung der Fondsanteile bis zum 5. Mai 2005 dürfen noch maximal 100 Prozent des Eigenkapitals als Verlust zugewiesen werden. Auf eine Übergangsregelung, die von der Legislative bei Gesetzesänderungen üblicherweise eingeräumt wird, wurde somit faktisch verzichtet.

Die Einführung des „Gesetzes zur Verbesserung der steuerlichen Standortbedingungen“ hat aus heutiger Sicht keine negativen Auswirkungen auf die Auftragslage der REpower Systems AG. Schon in der Vergangenheit wurde lediglich ein geringer Teil der durch REpower installierten Windenergieanlagen an Fondsgesellschaften veräußert. Durch die Unsicherheit über die künftigen Verrechnungsmöglichkeiten verzeichneten Fondsanbieter in den vergangenen Wochen eine überdurchschnittliche Nachfrage. Dies könnte sich insofern positiv für die REpower Systems AG auswirken, als dass dadurch einige so genannte Platzierungsgarantien gegenstandslos werden dürften. Bei den Platzierungsgarantien hat sich REpower bereit erklärt, einen bestimmten Anteil des Eigenkapitals zur Verfügung zu stellen, falls der Fonds nicht vollständig gezeichnet wird.

Ein Einfluss auf die Geschäftstätigkeit wäre darüber hinaus lediglich auf den Auftragsbestand in Deutschland denkbar, der per 31. Dezember 2004 knapp 33 Prozent des gesamten Auftragsvolumens darstellte. Da es sich auch hierbei jedoch in den meisten Fällen nicht um Fondsinitiatoren handelt, ist von einer Auswirkung durch die Neuregelung des Einkommenssteuergesetzes nicht auszugehen. Die Wichtigkeit und Richtigkeit des durch REpower eingeleiteten Internationalisierungsprozesses sowie der im vergangenen Jahr erfolgten Trennung von der Projektentwicklungstochter Denker & Wulf AG werden somit erneut bestätigt.