Endgültige Geschäftszahlen für 2004 REpower gewinnt mit portugiesischer Martifer-Gruppe strategischen Großinvestor Aufsichtsrat genehmigt Restrukturierungskonzept

Die REpower Systems AG (WKN 617703),
eines der führenden Unternehmen der Windenergiebranche, hat im Geschäftsjahr 2004 eine Gesamtleistung von EUR 301,4 Millionen (Vorjahr EUR 299,3 Millionen) erzielt. Das Betriebsergebnis (EBIT) beträgt EUR –3,4 Millionen gegenüber EUR 12,9 Millionen im Vorjahr. Nach Berücksichtigung von Einmaleffekten aus der erstmaligen Konsolidierung von Projektgesellschaften, Steuern, Zinsen und Minderheitenanteilen ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von EUR –9,3 Millionen.

Darüber hinaus meldet die REpower Systems AG den Einstieg eines strategischen Großinvestors. Das Stahl- und Metallbauunternehmen Martifer Construções Metalomecânis, Portugal, hat seinen Anteil von bislang 5,05 Prozent durch den Erwerb eines Aktienpakets der ELBE Betreuungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, vertreten durch das ehemalige REpower-Vorstandsmitglied Hugo Denker, auf einen Anteil in Höhe von 19,5 Prozent erhöht.

Auf der Sitzung vom 16. März 2005 genehmigte der Aufsichtsrat zudem das von einer Unternehmensberatung erarbeitete Restrukturierungskonzept, das neben einer Optimierung der operativen Prozesse auch eine Straffung der Organisation auf der Managementebene vorsieht.

REpower hat im Geschäftjahr 2004 161 Windenergieanlagen nach 188 Anlagen im Vorjahreszeitraum errichtet. Das Produktionsvolumen wurde trotz der rückläufigen Binnenmarktnachfrage mit 187 Neuanlagen auf Vorjahresniveau (188 Anlagen) gehalten.  Dadurch ergibt sich für den Berichtszeitraum ein Umsatzvolumen in Höhe von EUR 320,7 Millionen.

Mit 49 (Vorjahr 5) außerhalb Deutschlands installierten Windenergieanlagen erhöhte sich der Auslandsanteil auf mehr als 30 Prozent. Die installierte Leistung verringerte sich geringfügig von 291,3 Megawatt um 5,8 Prozent auf 274,5 Megawatt.

Das Betriebsergebnis (EBIT) reduzierte sich auf EUR –3,4 Millionen (2003: EUR 12,9 Millionen). Nach Berücksichtigung von Einmaleffekten aus der erstmaligen Konsolidierung von Projektgesellschaften, Steuern, Zinsen und Minderheitenanteilen ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von EUR –9,3 Millionen (2003: EUR 6,2 Millionen). Ursache für den Ergebnisrückgang sind vor allem unvorhergesehene Kosten im Zusammenhang mit der Abwicklung der ersten ausländischen Großprojekte sowie ein negatives Ergebnis der per 31. Dezember 2004 veräußerten Projektentwicklungsgesellschaft Denker & Wulf AG.

Die internationale Ausrichtung der REpower Systems AG spiegelt sich künftig auch in der Aktionärsstruktur des Unternehmens wider. Das portugiesische Stahl- und Metallbauunternehmen Martifer hat seinen Anteil von bislang 5,05 Prozent durch den Erwerb eines Aktienpakets der ELBE Betreuungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, vertreten durch das ehemalige REpower-Vorstandsmitglied Hugo Denker, deutlich ausgebaut. Mit einem Anteil von nun 19,5 Prozent wird Martifer zum größten Einzelaktionär der  REpower Systems AG. Die Gesellschaft gehört zum größten Bauunternehmen Portugals, der Mota-Engil Gruppe, die an der Lissaboner Börse notiert ist. Sie ist unter anderem bekannt aufgrund ihrer maßgeblichen Beteiligung an der Errichtung der Sportstätten für die Fußball-Europameisterschaft in Porto und Lissabon.

„Der Einstieg der Martifer-Gruppe zeigt, dass die Erfolge unserer internationalen Expansion auch im Ausland positiv wahrgenommen werden. REpower ist auch über die Grenzen Deutschlands hinaus zu einem bedeutenden und anerkannten Player in der Windenergiebranche avanciert“, kommentiert Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Vorstandsvorsitzender der REpower Systems AG.

Um zu einem profitablen Wachstumskurs zurückzukehren, hat das Unternehmen mit Hilfe externer Beratung ein Restrukturierungsprogramm erarbeitet, welches im Rahmen der Aufsichtsratssitzung vom 16. März 2005 genehmigt wurde. Das Programm sieht neben einer Optimierung der operativen Prozesse auch eine Straffung der Organisation auf der Managementebene vor. Über die genaue Ausgestaltung der Führungsstrukturen wird der Aufsichtsrat mit Rücksicht auf den neu gewonnenen strategischen Investor Anfang April in einer weiteren Sitzung gemeinsam mit dem Vorstand beraten. Bei erfolgreicher Umsetzung des Restrukturierungsprogramms erwartet die REpower Systems AG eine schnelle Rückkehr in die Gewinnzone.

Die Erläuterung der Geschäftsergebnisse sowie die ausführliche Präsentation des Restrukturierungsprogramms erfolgt im Rahmen der Bilanzpressekonferenz am 24. März 2005 in Frankfurt am Main.