Gesamtleistung EUR 50,5 Millionen, Betriebsergebnis EUR -4,7 Millionen Erste Ergebniseffekte aus Restrukturierungsprogramm im zweiten Halbjahr erwartet Keine Beeinträchtigung durch Änderung des Einkommenssteuergesetzes

Hamburg: Die REpower Systems AG (WKN 617703), führender Anbieter von Windenergieanlagen in der Multi-Megawatt-Klasse, weist im ersten Quartal 2005 eine Gesamtleistung von EUR 50,5 Millionen gegenüber EUR 41,2 Millionen im entsprechenden Vorjahreszeitraum aus. Im saisonal bedingt schwächsten Quartal entspricht dies einer Steigerung um 22,7 Prozent. Das Betriebsergebnis (EBIT) verringerte sich im Berichtszeitraum von EUR -3,3 Millionen auf EUR -4,7 Millionen. Insgesamt ergibt sich ein Fehlbetrag von EUR -3,4 Millionen nach EUR -2,3 Millionen im Vorjahr. Erste Ergebnisse aus dem im Berichtszeitraum erstellten Restrukturierungsprogramm werden ab dem dritten Quartal 2005 erwartet. Die Einführung des „Gesetzes zur Verbesserung der steuerlichen Standortbedingungen“, welches sich erschwerend auf den Markt für Medien- und Energiefonds auswirken wird, hat aus heutiger Sicht keine negativen Auswirkungen auf die Auftragslage der REpower Systems AG.

Im ersten Quartal 2005 hat die REpower Systems AG 32 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von 61,0 Megawatt errichtet. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum wurden 19 Anlagen mit einer Nennleistung von 30,0 Megawatt installiert.

Unter Einbeziehung der Finanzdaten der konsolidierten Beteiligungsgesellschaften ergibt sich im ersten Quartal 2005 eine Gesamtleistung von EUR 50,5 Millionen im Vergleich zu EUR 41,2 Millionen im Vorjahr. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Jahr 2004 die Denker & Wulf AG in den Konsolidierungskreis einbezogen wurde. Bereinigt um Denker & Wulf AG betrug die Gesamtleistung im ersten Quartal 2004 EUR 26,3 Millionen.

Der Umsatz erhöhte sich im Jahresvergleich deutlich von EUR 21,4 Millionen (EUR 21,1 Millionen ohne Denker & Wulf AG) auf nun EUR 55,5 Millionen. Aus der Anwendung der so genannten percentage-of-completion-Methode (PoC) resultieren insgesamt EUR 35,1 Millionen des Umsatzes.

Erwartungsgemäß ist das erste Quartal das saisonal schwächste im Jahresverlauf. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) betrug EUR minus 4,7 Millionen in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres im Vergleich zu EUR minus 3,3 Millionen in den ersten drei Monaten des Jahres 2004. Ursächlich für das wie auch im entsprechenden Vorjahresquartal negative EBIT ist neben der üblichen sich nach wie vor auswirkenden Saisonalität auch der zunehmende Anteil von PoC-Umsätzen aufgrund längerer Projektrealisierungszeiträume. Dabei wird der Umsatz entsprechend des Fertigstellungsgrades der Projekte anteilig gebucht, während andererseits der volle Fixkostenblock zum Tragen kommt.

Der Auftragsbestand umfasste zum Ende des Berichtszeitraums 244 Windenergieanlagen (Vorjahr 263), dies entspricht einem Auftragsvolumen von rund EUR 351,9 Millionen (Vorjahr EUR 384,1 Millionen). Die im Auftragsbestand befindlichen Windenergieanlagen verteilen sich auf das Inland mit 28,3 Prozent und auf das Ausland mit 71,7 Prozent.

Der Vorstandsvorsitzende der REpower Systems AG, Prof. Dr. Fritz Vahrenholt erläuterte anlässlich der Präsentation des Quartalsergebnisses: „Wir haben im ersten Quartal gemeinsam mit der Unternehmensberatung Putz und Partner die operativen Prozessketten des Unternehmens ausführlich analysiert und aufbauend auf den Ergebnissen ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm entwickelt. Dieses Konzept befindet sich nun in der Implementierungsphase, so dass wir ab dem dritten Quartal erste Früchte der Restrukturierung ernten werden. Zielsetzung ist, dass wir innerhalb der nächsten zwei Jahre die Ertragsstärke der Vorjahre zurückerlangen.“

Die Einführung des „Gesetzes zur Verbesserung der steuerlichen Standortbedingungen“, welches den Markt für Medien- und Energiefonds deutlich erschweren wird, hat aus heutiger Sicht keine negativen Auswirkungen auf die Auftragslage der REpower Systems AG. Wohlgleich erwartet REpower jedoch spürbare Auswirkungen auf den gesamten deutschen Windenergiemarkt.

Schon in der Vergangenheit wurde lediglich ein geringer Teil der durch REpower installierten Windenergieanlagen an Fondsgesellschaften veräußert. Durch die Unsicherheit über die künftigen Verrechnungsmöglichkeiten verzeichneten Fondsanbieter in den vergangenen Wochen eine überdurchschnittliche Nachfrage. Dies könnte sich insofern positiv für die REpower Systems AG auswirken, als dass dadurch einige so genannte Platzierungsgarantien gegenstandslos werden dürften. Bei den Platzierungsgarantien hat sich REpower bereit erklärt, einen bestimmten Anteil des Eigenkapitals zur Verfügung zu stellen, falls der Fonds nicht vollständig gezeichnet wird.

 

Anhang
Kennzahlen REpower Systems-Gruppe

 


01.01.04–31.03.04


01.01.05–31.03.05

21.374,8

55.470,7

41.166,9

50.534,3

-3.296,9

-4.692,4

-3.769,3

-5.472,6

-2.384,8

-3.365,0

-2.318,1

-3.362,5

-457,8

-658,5

537

579


Kennzahlen REpower Systems Konzern:

 

31.03.05

249.768,6

95.636,9

38,3

5.401.198

-0,62

14,10

 


Installierte WEA Typen für das jeweils erste Quartal der Jahre 2004 und 2005

 

Q I 2004

Q I 2005

01.01.–31-03.

01.01.–31-03.

Anzahl

MW

Anzahl

MW

2

4,0

15

30,0

1

2,0

11

22,0

14

21,0

6

9,0

2

3,0

0

0

0

0

0

0

19

30,0

32

61,0


Die Auftragsbestände des REpower Systems Konzerns zum 31. März 2004 und zum 31. März 2005 sind folgender Tabelle zu entnehmen:

 

31.03.2004

31.03.2005

WEA-Anzahl

Leistung gesamt
in MW

WEA-Anzahl

Leistung gesamt
in MW

67

134,0

98

196,0

58

116,0

79

158,0

126

189,0

67

100,5

7

10,5

0

0

5

5,0

0

0

263

454,5

245

454,5


Parallel zur Veröffentlichung der Q1-Ergebnisse findet heute um 10 Uhr (deutsche Zeit) ein Conference-Call für Analysten und Journalisten statt. Die Einwahlnummer lautet +49 (0) 69 - 27113 400.