Inbetriebnahmefeier des Offshore-Testfelds alpha ventus – REpower prüft Szenarien zur Kapazitätserweiterung

  • Hamburger Hersteller erwartet insbesondere in Europa starkes Wachstum des Offshore-Sektors
  • Sechs REpower-Anlagen im Testfeld alpha ventus bereits Mitte April erfolgreich in Betrieb genommen

Hamburg: Die REpower Systems AG (WKN 617703) feiert am 27. April gemeinsam mit der Deutschen Offshore-Testfeld und Infrastruktur-GmbH (DOTI) und weiteren Projektpartnern die Inbetriebnahme des ersten deutschen Offshore-Windparks alpha ventus. Am Rande der Feierlichkeiten, an denen auch Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen teilnimmt, kündigt der Windenergieanlagenhersteller an, aufgrund der großen Nachfrage nach Offshore-Anlagen die Planungen über die Ausweitung der Produktionskapazitäten zu beginnen. Zurzeit werden die Turbinen der Typen REpower 5M und 6M in Bremerhaven montiert.

Der Standort Bremerhaven ist für die Produktion von rund 100 Anlagen im Jahr ausgelegt. Noch gebe es trotz der umfangreichen Rahmenverträge, beispielsweise mit RWE Innogy, die Möglichkeit, weitere Aufträge in der Produktion einzuplanen, betont Norbert Giese, Direktor des Geschäftsfelds Offshore bei der REpower Systems AG. Allerdings könnten bei einer weiterhin steigenden Nachfrage die Ressourcen zukünftig nicht mehr ausreichen: „Wir haben daher mit den Planungen zur Ausweitung der Produktionskapazitäten begonnen. Damit wollen wir darauf vorbereitet sein, innerhalb von 16 bis 18 Monaten die Produktion zu verdoppeln oder zu verdreifachen, sollten unsere Kunden dies verlangen. Zurzeit werden mehrere Varianten geprüft, darunter eine Erweiterung der Produktionsstätte in Bremerhaven oder auch die Errichtung eines neuen Standorts, beispielsweise in Großbritannien. In den dort geplanten Projekten gibt es ebenfalls ein sehr großes Interesse an unseren Produkten.“

REpower hat sich auf Anlagen der Multimegawatt-Klasse spezialisiert, die auch in tiefem Wasser und großer Entfernung zur Küste eingesetzt werden können, um die guten Windverhältnisse auf dem offenen Meer optimal zu nutzen. Bereits 2004 wurde der Prototyp der REpower 5M in Brunsbüttel installiert, es folgten ab 2006 zwei Anlagen in der schottischen Nordsee; bis heute halten diese Turbinen, die im Projekt „Beatrice“ in 44 Meter tiefem Wasser stehen, den Rekord für den nördlichsten Standort und die größte Wassertiefe.

„Auch mit dem Betrieb der sechs REpower-Anlagen im belgischen Windpark Thornton Bank sind wir sehr zufrieden“, berichtet Giese. Er fährt fort: „Fast alle bisherigen Offshore-Projekte sind als Nearshore-Parks in vergleichsweise flachem Wasser und geringer Entfernung zur Küste realisiert worden. REpower hat mit alpha ventus, 70 Kilometer vor der deutschen Küste, sowie den in Schottland und Belgien installierten Farshore-Parks nun einen großen Erfahrungsvorsprung.“

Insgesamt hat das Unternehmen bis heute 26 Anlagen der Typen 5M und 6M on- und offshore installiert.