REpower unterzeichnet Joint Venture-Vertrag in China

Hamburg: In der nordchinesischen Stadt Baotou unterzeichneten am Wochenende die REpower Systems AG (Prime Standard, WKN 617703), das chinesische Stahl- und Maschinenbauunternehmen North Heavy Industry Corporation (NHIC) sowie der britische Windpark-Projektentwickler Honiton Energy Ltd. den Vertrag zur Gründung eines Joint Ventures mit Namen „REpower North (China) Ltd.“ Damit ist der REpower Systems AG als erstem ausländischen Windkraftanlagenhersteller in China eine Mehrheitsbeteiligung und Kontrolle über ein chinesisches Joint Venture zur Produktion von Windenergieanlagen sicher. Das registrierte Kapital des Gemeinschaftsunternehmens, an dem REpower mit 50,01% beteiligt ist, beträgt rund EUR 10 Millionen, das gesamte Investment etwa EUR 30 Millionen. NHIC hält 33,34% und Honiton 16,65% der Anteile.

Der Partner NHIC, ein chinesisches Staatsunternehmen mit 20.000 Mitarbeitern, stellt unter anderem Baumaschinen, Minenfahrzeuge und Bergbauausrüstung her und gehört zur NORINCO-Gruppe; der Partner Honiton verfügt über eine Projektpipeline mit 1.200 Megawatt Gesamtleistung bis 2010.

Die Millionenstadt Baotou, eine knappe Flugstunde westlich von Peking gelegen, ist ein Zentrum zur Erzeugung und Verarbeitung von Stahl in China. Der Standort ist strategisch günstig gelegen, um den boomenden chinesischen Windkraftmarkt zu erschließen; in diesem Jahr soll erstmals die Schwelle von 1.000 Megawatt an Neuaufstellungen überschritten werden (2005: 500 Megawatt).

„Die Hochebenen der Inneren Mongolei zählen zu den besten Windstandorten der Welt, an denen Windstrom schon für drei bis vier Eurocent pro Kilowattstunde erzeugt werden kann. Dank leistungsfähiger Stromnetze können nach unserer Einschätzung 40% der gesamten Anlagen in China in der Inneren Mongolei installiert werden“, erklärte der REpower-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Fritz Vahrenholt anlässlich der Unterzeichnungszeremonie in Anwesenheit des Regierungsvorsitzenden des autonomen Gebiets der Inneren Mongolei, Yang Jing. Die Innere Mongolei ist mit 1,18 Millionen Quadratkilometern das drittgrößte autonome Gebiet Chinas.

REpower North (China) plant, im Jahr 2008 ca. 100 der auch für die stärksten Windklassen zertifizierten 2-Megawatt-Anlagen REpower MM70 und MM82 aus überwiegend in China produzierten Komponenten herzustellen. In den beiden folgenden Jahren soll diese Kapazität jeweils verdoppelt werden.


„Das weltweite Wettrennen der Windkraftanlagenhersteller um die niedrigsten Erzeugungskosten pro Kilowattstunde wird in Zukunft nicht zuletzt auf dem Beschaffungsmarkt gewonnen“, so der bei REpower u.a. für den Einkauf zuständige CFO Pieter Wasmuth in Baotou. REpower bezieht von NHIC bereits qualitativ ausgezeichnete, geschmiedete Rotorwellen. Wasmuth: „In Kürze wird das Joint Venture zusammen mit NHIC nahezu alle Stahl- und Gussteile der Maschine zu deutlich niedrigeren Kosten selbst herstellen können. Dadurch erhöhen wir zugleich die Versorgungssicherheit in Zeiten massiver Komponentenengpässe.“