Mit Qualität und Zuverlässigkeit zum Erfolg

Die 6.XM-Serie ist speziell für den Offshore-Einsatz entwickelt worden. Bei der Produktion von Windenergie weit vor den Küsten gilt es einige besondere Herausforderungen zu bewältigen: Durch die weit im Meer befindlichen, schwer zugänglichen Standorte mit ihren potenziell extremen Wind- und Wettersituationen sind Qualität und Zuverlässigkeit der Anlagen noch erfolgskritischer als sowieso schon.

Kontinuierlich mehr Leistung

62M126 Beatrice

Der Offshore-Windpark Ormonde liegt in der Irischen See, 10 Kilometer westlich von Barrow-in-Furness in Großbritannien.

In einer Wassertiefe von 17 bis 30 Metern sind auf einer Fläche von 8,7 Quadratkilometern 30 Windenergieanlagen des Typs 5M mit einer Nabenhöhe von 90 Metern und einem Rotordurchmesser von 126 Metern verbaut. Seit dem Sommer 2011 liefert der Windpark Elektrizität.

Das Senvion Offshore-Team ist sichtlich stolz darauf, wie sich das Projekt entwickelt hat. Der Windpark Ormonde produziert kontinuierlich mehr und mehr Leistung. Im Geschäftsjahr 2013/14 waren es mehr als 570 Millionen Kilowattstunden – damit könnte man über 450.000 Menschen ein Jahr lang mit Strom versorgen.1

Senvion Pionierleistungen

In der Geschichte der Offshore-Industrie weltweit haben wir Pionierleistungen erbracht. Wir waren die Ersten, die eine Anlage der 5-Megawatt-Klasse auf den Markt gebracht haben. 2010 haben wir mit sechs Anlagen der 5M-Version im Windpark alpha ventus 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum den ersten deutschen Offshore-Windpark in Betrieb genommen.

Die Senvion 6.2M126 ist die leistungsstärkste in Serie produzierte Offshore-Anlage der Welt. Alles in allem haben wir bei Senvion Erfahrung aus weit über 100 installierten Anlagen der Multi-Megawatt-Klasse mit einer gesamten Betriebslaufzeit von 350 Jahren – und damit mehr als jeder andere Anbieter.

Erfolge

Nordsee Ost

Die Smart-Tower-Funktion ermöglicht für 6-MW-Anlagen die Verwendung von Monopiles als Gründungsstruktur, was die Wirtschaftlichkeit je nach Meeresbodenbeschaffenheit deutlich verbessert.

Einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der Stromgestehungskosten von Offshore-Wind wird die auf Basis der 6.2M126 entwickelte 6.2M152 Trubine leisten, die mit 152 Metern Rotordurchmesser und einer zertifizierten Lebensdauer von 25 Jahren antritt. 

Gutes noch besser machen

Auffälligkeiten an den Rotorlagern haben im letzten Jahr dazu geführt, dass wir im bestehenden Design eine technische Nachrüstung zur vermehrten direkten Fetteinspritzung einführen und für die nächste Generation der Anlagen das Rotorlager-Design anpassen. Mit regelmäßigen Anpassungen gewährleistet Senvion, dass bestehende Anlagen so ertragreich wie möglich arbeiten.

Möglichst viele Volllaststunden

Nordsee Ost

Natürlich wird auch an anderer Stelle des Unternehmens in die Zukunft geschaut. Die Frage, wie möglichst viele Volllaststunden mit einer Turbine erzeugt werden können, beschäftigt jeden Betreiber. Eine Stellschraube ist das Pitchsystem, das die Anlage aus dem Wind nimmt, wenn er zu stark weht. Wenn es also gelingt, den Wind möglichst genau vorherzusagen, dann kann die Windenergieanlage zum bestmöglichen, vor allem aber auch zum spätmöglichsten Zeitpunkt aus dem Wind gepitcht werden. Das ist das konkrete Ziel eines aktuellen Senvion Forschungsprojekts mit dem Namen „Triple I Blade Control – intelligent, integriert, individuell“.

Der Schlüssel zum Erfolg ist die sogenannte LIDAR- Sensorik, was im Englischen für „Light Detection and Ranging“ steht. Das ist eine dem Radar sehr ähnliche Methode zur optischen Abstands-und Geschwindigkeitsmessung sowie zur Fernmessung atmosphärischer Parameter. Statt Funkwellen wie beim Radar werden jedoch Laserstrahlen verwendet, die es zukünftig ermöglichen sollen, die Windbedingungen schon 50 Meter vor Erreichen der Anlage vorherzusagen. Auch wenn es sich bei Triple I Blade Control derzeit noch um Zukunftsmusik handelt, so folgt dieses Projekt unserem Anspruch, durch angewandte Forschung die Spitzentechnologie für morgen zu entwickeln.       

Strommarkt im Jahr 2020

Für die Zukunft beschäftigt sich das Senvion Offshoree-Team schon heute mit der Frage, wie der Strommarkt 2020 aussieht, um dafür dann das richtige Produkt an der Hand zu haben. Dabei ist klar, dass wir auf unsere bewährten Konzepte aufbauen und die technische Weiterentwicklung mit den Kundenwünschen und den Anforderungen des jeweiligen Standortes verbinden. Wir halten an unseren Offshore-Aktivitäten fest, weil wir von dem Potenzial dieses Marktes überzeugt sind. Mit unseren Produkten und unserer Aufstellung haben wir die richtigen Weichen für das Wachstum in der Zukunft gestellt.     

Berechnung erfolgte unter der Annahme eines Dreipersonenhaushaltes mit einem mittleren Stromverbrauch von 3.800 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr.